Ein funktionierendes Venensystem -
Voraussetzung für
körperliches Wohlbefinden und Schönheit
Krampfadern (Varizen)
Krampfadern sind sack- oder schlauchförmige Erweiterungen von Venen.
Beim Krampfaderleiden handelt es sich um eine Volkskrankheit. Es stellt eines der häufigsten Leiden in unserer Bevölkerung dar. Betroffen sind ca. 70 Prozent aller Frauen und 60 Prozent aller Männer in Österreich.
Trotzdem wird die Diagnostik und Therapie oft vernachlässigt und Patienten erst behandelt wenn die Folgeerscheinungen nur mehr schwer oder nicht mehr vollständig rückgängig zu machen sind.
Am häufigsten sind die kleinen Besenreiservarizen, die meist an den Oberschenkeln und im Kniebereich auftreten. Unter diesen feinen Äderchen an der Hautoberfläche verbirgt sich häufig eine mit dem freien Auge nicht sichtbare größere Krampfader.
Die retikulären (netzartigen) Krampfadern sind die nächste Stufe. Hinter Besenreiser und netzartigen Krampfadern verbergen sich häufig tiefer liegende Venen mit undichten Klappen.
Wenn die großen normalerweise mit dem freien Auge nicht sichtbaren oberflächlichen Hauptvenen des Beines bzw. ihre Seitenäste betroffen sind spricht man von einer Hauptstamm- bzw. Seitenastvarizen.
Ursachen von Krampfadern
Die Ursachen für Krampfadern sind noch immer nicht völlig geklärt. Gesichert ist das Krampfadern familiär gehäuft auftreten, das verantwortliche Gen konnte jedoch noch nicht entdeckt werden. Die Pille, Sonnenbäder, Saunabesuche, Übergewicht und Bewegungsmangel können das Auftreten von Krampfadern begünstigen. Auch während der Schwangerschaft bilden sich häufig Varizen an den Beinen und im Genitalbereich, die aber nach der Geburt in vielen Fällen wieder verschwinden.
Folgen von Krampfadern
Kaputte (undichte) Klappen der Beinvenen stehen häufig am Beginn der Erkrankung. Das normalerweise Richtung Herz fließende Blut fließt Richtung Füße zurück. Es kommt so zu einem Blutstau in den Beinen mit Flüssigkeitsaustritt ins Gewebe („geschwollene Beine“). Nach einiger Zeit kommt es zur Schädigung der Haut (Verfärbungen bis hin zum Geschwür = „offenes Bein“).
Therapie von Krampfadern
Die Basisbehandlung venöser Erkrankungen stellt die Kompressionstherapie dar. In der Akutbehandlung werden Kompressionsverbände, in der Dauertherapie medizinische Kompressionsstrümpfe verwendet. Durch die Kompression werden die venösen Blutgefäße in ihrem Durchmesser eingeengt. Dies führt zu einer Beschleunigung des Blutflusses, gestautes Blut kann wieder besser in Richtung Herz abtransportiert werden. Geschwollene Beine werden schlanker, Schweregefühl und Schmerzen klingen ab, die Thrombosegefahr wird erheblich reduziert, Hautveränderungen werden verhindert und bereits entstandene offene Beine heilen wieder ab. Auch nach einer Verödungstherapie ist eine begleitende Kompressionstherapie als unterstützende Maßnahme für einige Wochen sinnvoll bzw. empfehlenswert.
Die Verödung (=Sklerosierung) von Krampfadern ist eine weltweit angewandte, anerkannte und wirksame Methode zur planmäßigen Ausschaltung von Krampfadern.
Die Schaumverödung ist eine neue Methode die wesentlich effizienter als die herkömmliche Verödungstherapie ist. Das Ziel dieser modernen Venenbehandlung ist eine sanfte und nachhaltige Entfernung der erweiterten Venen.
Die so gut wie schmerzfreie Therapie kann schnell, einfach, kostengünstig und ambulant durchgeführt werden. Ein Krankenstand ist nicht erforderlich.
Als Voraussetzung ist im Vorfeld eine exakte Venendiagnostik des oberflächlichen und tief liegenden Venensystems mittels Ultraschall (FCDS = farbcodierte
Duplexsonographie ) notwendig, da undichte tiefe Venen mit dem freien Auge nicht sichtbar sind.
Zur Behandlung sind gewöhnlich mehrere Sitzungen nötig.
Die von mir verwendeten Verödungsmittel sind Aethoxysklerol und/oder ein Aethoxysklerol Luftgemisch bei der Schaumverödung.
Das Verödungsmittel wird in die von außen gut sichtbaren Venen direkt (siehe Abb. 1) oder in tiefere von außen nicht sichtbare Venen Ultraschall gezielt (siehe Abb. 2) mit einer dünnen Nadel injiziert. Die Folge ist eine gewollte Schädigung der Venenwand durch das Sklerosierungsmittel mit einem nachfolgenden Entzündungsvorgang. Die Venenwände verkleben miteinander. Der „Verklebungsprozess“ wird durch eine Kompressionstherapie für kurze Zeit unterstützt. Die verödete Vene verhärtet sich und wird im Laufe von einigen Wochen vom Körper selbst abgebaut und ist schließlich nicht mehr nachweisbar.

Bei Einhalten der empfohlenen Vorschriften (diese liegen in Form eines Merkblattes bei uns auf) ist die Methode nebenwirkungsarm und wird generell gut vertragen.
Bei der Behandlung von kleinen Venen (Besenreiser, netzartige Krampfadern und kleine Seitenäste) ist die Verödungstherapie die Methode der ersten Wahl.
Bei der Behandlung von großen Venen (Hauptstammvarizen und großen Seitenästen) ist die Venenoperation die Methode der ersten Wahl.
Die Verödungstherapie (vorzugsweise Schaumverödung) ist aber ebenfalls möglich und anerkannt.
Eine Verödung von großen Venen sollte immer dann in Erwägung gezogen werden wenn eine operative Sanierung als zu risikoreich erscheint, wenn die OP-Tauglichkeit nicht gegeben ist oder wenn ein/e Patientin/in die Verödungstherapie bevorzugt (zum Beispiel aus beruflichen Gründen). |